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8 Bauanalyse, stilistische Einordnung und Datierung

8.2.5.1.2 Evangelische Pfarrkirche Maria und St. Kastor in Dausenau

 
Die dreischiffige Emporenhalle von Dausenau an der Lahn wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet, eigentliche Baudaten fehlen.253 Die Seitenemporen stammen wohl aus der Erbauungszeit.254 Wahrscheinlich im 18. Jahrhundert wurden sie zu den polygonalen Seitenchören hin verlängert. Ursprünglich war das östliche Joch freigelassen, so dass es zusammen mit den polygonalen Seitenchören ein Raumkontinuum bildete, ähnlich wie in Ahrweiler (Abb. 204).
Aufgrund der räumlichen Situation der Seitenchöre scheinen die Grundrisse von Dausenau und von Ahrweiler nicht mit dem Grundriss einer potentiellen Alsfelder Emporenhalle vergleichbar.
 
Abb. 204: Dausenau, Maria und St. Kastor, Grundriss von Wessendorf und
Krehmer [+]
 
 

Literatur- und Quellenverzeichnis

Dehio-Caspary 1984. Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Rheinland-Pfalz, Saarland, bearb. von Hans Caspary, München [u.a.] 21984

Fischbach 1999. Fischbach, Stefan: Studien zur Baugeschichte der frühgotischen Hallenkirche St. Kastor zu Dausenau/Lahn. Eine Dokumentation, Fischbach 1999 (Beiträge zur Baugeschichte historischer Architektur in Dausenau an der Lahn, Bd. 10)


Anmerkungen und Abbildungsverzeichnis

253 Dehio-Caspary 1984, S. 196
254 Fischbach 1999, S. 32
 
Abb. 204: Fischbach 1999

 

Zitiervorschlag:
Schmelz, Annette (2008): „Walpurgiskirche Alsfeld“, in:  www.urbs-mediaevalis.de/pages/staedtetopographie/bull-staedte-a/alsfeld/kirchplatz-1.php

 

Autorengruppe: Studentin / Studentletzte Aktualisierung dieser Seite: 07. Juni 2019
Autorin(nen) oder Autor(en)
: Schmelz, Annette PDF

 

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